Museum
für historische Wehrtechnik


Fragen - - Antworten

Pressluftgranaten

Hallo Museum,
ich suche nähere Informationen über die
PRESSLUFTGRANATE.Funktion,Konstruktion und Einsatzproblematik würden
mich Interssieren.
Im voraus besten Dank

Hallo zurück,

die Pressluftgranate taucht in Erzählungen immer wieder auf. Sie ist ein
Phantasieprodukt aus der Druckwirkung von auf engstem Raum detonierenden
15, 28 oder 30 cm Do-Werfergranaten und dem Unvermögen von ausbildenden
Unteroffizieren, physikalische Vorgänge zu begreifen und weiterzugeben.
Pressluft als Füllung in einer Granate hätte eine weit geringere Wirkung
bei der plötzlichen Freisetzung als das bei der Detonation von
Sprengstoff plötzlich produzierte riesige Gasvolumen. Wie wollte man diese "Energie"
zum gewünschten Zeitpunkt freisetzen? Dazu kämen Lager- und
Dichtigkeitsprobleme...
Andere Phantasten reimen sich etwas zusammen mit flüssiger Luft oder
flüssigem Sauerstoff. Wenn man sich allein den technischen Aufwand
vorstellt, für die Kühlung geeignete Fahrzeuge im Bereich einer
Feuerstellung bereitzuhalten...
Preßluft wurde im 1. Weltkrieg bei Franzosen, Deutschen, Italienern und
Österreichern als Antrieb für Werfergranaten im Schützengrabenkrieg
verwendet. Diese hatten als Träger der Wirkung auch nur konventionellen
Sprengstoff.

Mit freundlichen Grüßen

Drallstabilisierte Wurfkörper
für deutsche Nebelwerfer
im Museum:

30 cm Wurfkörper 42 Spr.
32 cm Wurfkörper/Flammöl (liegend)
35 cm Wurfkörper Spr. (Versuch 1945)

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